Lüge und Wahrheit

Ein Live-Hörspiel - fiktive theologische Diskussion für drei Stimmen, vier Scheinwerfer und eine Orgel - Sonntag, 10. November, 16 Uhr

Alle drei Jahre gibt es in Murnau Horváth-Tage. Das Festival bietet die umfassendste Reihe von Veranstaltungen, die es zu Leben und Werk des Schriftstellers gibt. Was hat Kirche in solch einem Festival zu suchen? Kirche muss im öffentlichen Raum präsent sein, sich nicht nur mit sich selbst beschäftigen. Sie muss hören lassen, dass sie unserer Gesellschaft etwas zu sagen, ja, auch etwas zu bieten hat. Schon dreimal ist sie darum in Kooperation mit der Horváth-Gesellschaft diesen Weg in die Murnauer Öffentlichkeit gegangen. „Tanz auf dem Vulkan“ steht über dem Programm der diesjährigen Hováth-Tage. Aufgegriffen werden die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts, Jahre scharfer politischer Gegensätze und großer sozialer Spannungen. In ihnen kamen die ersten Werke Horváths auf die Bühne und in den Buchhandel. Sein Kampf gegen Dummheit und Lüge begann. Er ist hochaktuell. Sein Ziel: „Die Demaskierung des Bewusstseins. Nicht der Mensch ist armselig, es sind die armseligen Zustände.“ Kirche kann sich dem nur anschließen. Und was hat Kirche heute dazu zu sagen und anzubieten? Provozierende Gedanken, verpackt in ein großes Orgelwerk. Ein aufrüttelndes Hörspiel, das im Spielort Kirche mit seiner Empore, dem Kruzifix, der Orgel eine neue Form gefunden hat, sichtbar wird. Schauen Sie sich das doch einmal an.

Lüge und Wahrheit

Ein Live-Hörspiel
Fiktive theologische Diskussion für drei Stimmen, vier Scheinwerfer und eine Orgel

Musik: Franz Liszt, Ad nos, ad salutarem undam. Fantasie und Fuge über den Choral der Wiedertäufer aus der Oper Le Prophète von Giacomo Meyerbeer.
Text: Dieter Kirsch
Orgel: KMD Wilko Ossoba-Lochner
Stimmen: Meike Popp, Christian Jungwirth, Dieter Kirsch
Licht und Ton: Ferdinand Seidl

Sonntag, 10. November, 16 Uhr
Christuskirche, Kellerstr. 11, Murnau

Eintritt frei, Spenden erbeten
Anschließend kleiner Empfang im Großen Gemeindesaal

 

Dr. Dieter Kirsch, Pfarrer Florian Bracker