Dekanatsentwicklungsprozess und Landesstellenplanung

Wohin die Reise geht, hängt nicht so sehr davon ab, woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt.

Profil und Konzentration

Der Dekanatsausschuss des Dekanatsbezirks Weilheim hat im Jahr 2017 die Gedanken von Profil und Konzentration (PuK) aufgegriffen. Der Dekanatsausschuss sieht darin die Chance, sich neu über den kirchlichen Auftrag zu verständigen, sich geistlich und inhaltlich zu profilieren und zu konzentrieren.

Drei Perspektiven des PuK-Denkens: Vom Auftrag, von den Menschen, die Organisation

Profil und Konzentration will:

  • Vom biblischen Auftrag her denken
  • Vom Sozialraum her denken
  • Zusammenwirken, Kooperation und Vernetzung fördern

Auf der Website puk.bayern-evangelisch.de stellt die Evang.-Luth. Kirche in Bayern Informationen, Hintergründe und Dokumente bereit. Neben den Grundinformationen erhalten Interessierte auch Einblick in verschiedene Projekte aus Kirchengemeinden, Diensten und Werken und Dekanaten, die die Grundanliegen von Profil und Konzentration in den Mittelpunkt stellen.

Mit Profil und Konzentration soll der kirchliche Auftrag (konkretisiert im Hauptleitsatz und den fünf Grundaufgaben kirchlichen Handelns) mit dem zusammengebracht werden, was die Menschen von Kirche erwarten. Dabei soll der Blick geweitet werden auf die Sozial- und Lebensräume der Menschen.

Landesstellenplanung

Die Landesstellenplanung reagiert auf Veränderungen der Kirchenmitglieder. Bisher wurde von Seiten des Landeskirchenamts ein Landesstellenplan erstellt. Mit der Landesstellenplanung 2020 werden die Dekanate in die Planungen einbezogen. In den Dekanaten soll auf die Besonderheiten der Gemeinden und Regionen reagiert werden. Den Dekanaten werden Stellen zugewiesen. Über den Einsatz der Hauptamtlichen entscheidet der Dekanatsausschuss.

Der neue Ansatz ist ein offener Beteiligungprozess. Damit dieser gelingen kann, sind die Regionen und Gemeinden sowie die dekanatsweiten Dienste innerhalb des Dekanatsbezirks in die Beratungen einbezogen.

Landesstellenplanung und "Profil und Konzentration"

Der Landesstellenplanungsprozess in dem wir uns momentan befinden, kann durch die Integration von "Profil und Konzentration" gestaltet werden. Den Veränderungen, die die Landesstellenplanung und die erwarteten Entwicklungen des Personals innerhalb der Landeskirche mit sich bringen, können nicht mehr mit den herkömmlichen Mitteln bearbeitet werden.

Profil und Konzentration im Rahmen der Landesstellenplanung kann helfen, Aufgaben zu identifizieren, die für die Menschen in den unterschiedlichen Sozial- und Lebensräumen relevant sind. Diese Aufgaben können anschließend gewichtet werden. Daraus lassen sich verschiedene Szenarien entwickeln und der Einsatz der Personals geplant werden.

Kirche kann so auf die Bedarfe vor Ort, d. h. in den unterschiedlichen Räumen/Regionen reagieren.

Workshop zur Landesstellenplanung

Am Samstag, den 13. März 2021 sind die Vorsitzenden und die Vertrauenspersonen der Kirchenvorstände sowie die Geschäftsführer der dekanatsweiten Dienste zu einem Workshop zur Landesstellenplanung eingeladen.

Folgenden Ablauf haben wir aktuell geplant:

10.00 Uhr      Begrüßung, Morgenimpuls
10.15 Uhr      Impuls von Regionalbischof Christian Kopp
                       anschließend Gespräch mit ihm

11.00 Uhr      Pause

11.15 Uhr      Infos zum Stand Landesstellenplanung
11.45 Uhr      Rückfragen und Gespräch
12.15 Uhr      Die nächsten Schritte

12.30 Uhr      Auswertung des Meetings

12.45 Uhr      Abschluss und Segen

13.00 Uhr      Ende

Anmeldung zum Workshop

Leitlinien der Dekanatsentwicklung

In diesen Leitlinien ist der Dekanatsentwicklungsprozess der letzten Jahre innerhalb des Dekanatsbezirks Weilheim zusammengefasst. Gleichzeitig dienen diese Leitlinien den Regionen, Gemeinden und dekanatsweiten Diensten als Leitplanken bei der Entwicklung der Szenarien und Konzepten.

  1. Als Ehren- und Hauptamtliche, als Mitglieder in Arbeitskreisen und Gremien tragen wir gemeinsam die Verantwortung für die Entwicklung der einen Gemeinde Jesu Christi.
  2. Wir sind uns bewusst, dass sich kirchliche Arbeit ständig verändert und verändern muss, weil sich die Menschen und die Rahmenbedingungen für die Kommunikation des Evangeliums ständig verändern.
  3. Ausgangspunkt unserer Überlegungen sind die Lebenswirklichkeiten und die Bedürfnisse der Menschen, die in unserem Raum wohnen, leben, lernen, arbeiten, Urlaub machen etc.
    Diese Ausgangspunkte versuchen wir möglichst genau zu identifizieren.
  4. Grundlegend ist für uns die Frage, wie wir die Menschen unterstützen können, dass sie das Evangelium von Jesus Christus und die darin enthaltenen Werte als bedeutsam für ihre Lebenswirklichkeit erleben können.
  5. Entsprechend richten wir unsere Arbeit und die Bereitstellung der Räumlichkeiten danach aus.
  6. Wir fördern eine Haltung, bei der von Möglichkeiten, Gaben und Chancen her gedacht wird, in der Bewährtes bewahrt, sinnvolles Reduzieren als Eröffnung von Freiräumen begriffen wird, in der mutig entwickelt wird und in der auch „Misserfolge“ als wertvoller Erkenntnisgewinn für die weitere Entwicklung wahrgenommen werden.
  7. Wir ermöglichen Personalentwicklung für Haupt- und Ehrenamtliche und stellen notwendige Ressourcen zur Verfügung, damit die Menschen „gut, gerne und wohlbehalten“ im Dekanat Weilheim in der Gemeinschaft Jesu Christi arbeiten können.
  8. Der Hauptleitsatz und die fünf Grundaufgaben des PuK-Prozesses sind dabei für unsere Dekanats-, Regional- und Gemeindeentwicklung handlungsleitend.
  9. Wir sehen in der Weiterentwicklung der Regionen und der verstärkten Zusammenarbeit der Gemeinden und Institutionen ein wesentliches und unabdingbares Potential, um auf Bedürfnisse der Menschen vor Ort und in ihren „Lebenswelten“ reagieren zu können: Miteinander und nicht nebeneinander oder gar gegeneinander.

Stand: Februar 2020